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11:05 Uhr, 08.08.2022

Gold: Starker US-Arbeitsmarktbericht belastet

Der starke US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag hat die Wahrscheinlichkeit steigen lassen, dass die Federal Reserve Bank (Fed) im September eine weitere ungewöhnlich große Zinsanhebung um 75 Basispunkte vornehmen wird.

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    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 1.773,15 $ (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Gold knüpft zu Beginn der neuen Handelswoche an seine Verluste vom vergangenen Freitag an. Vom am letzten Donnerstag bei 1.794,76 US-Dollar je Feinunze Vierwochenhoch war das Edelmetall nach einem starken US-Arbeitsmarktbericht für Juli zum Wochenschluss bis 1.764,70 US-Dollar pro Unze zurückgefallen. Im Tief erreichten die Notierungen heute bislang 1.770,21 US-Dollar je Feinunze.

Die US-Arbeitsmarktdaten hatten positiv überrascht. Die Zahl der neuen Stellen (ex Agrar) lag im vergangenen Monat mit 471.000 mehr als doppelt so hoch wie von Analysten im Konsens mit 230.000 erwartet (Juni: 471.000). Die Arbeitslosenquote sank unerwartet von 3,6 Prozent auf 3,5 Prozent.

Die starken Daten lassen darauf schließen, dass der US-Arbeitsmarkt trotz einer Reihe kräftiger Zinserhöhungen durch die Federal Reserve Bank (Fed) weiterhin stark ist, so dass die Fed auch im September weiter massiv an der Zinsschraube drehen dürfte. Während der US-Dollar und die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen deutlich zulegten, geriet Gold, das für gewöhnlich negativ mit dem Greenback korreliert ist, unter Druck geriet.

Laut FedWatch Tool der CME ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei ihrem Septembertreffen eine weitere ungewöhnlich große Zinsanhebung um 75 Basispunkte auf eine Spanne von dann 3,00 bis 3,25 Prozent vornehmen wird, auf 66,5 Prozent gestiegen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um einen halben Prozentpunkt liegt damit nur noch bei 33,5 Prozent.

Aufmerksamkeit gilt in dieser Woche den am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten. Analysten erwarten im Konsens, dass die Teuerung der Verbraucherpreise auf Jahressicht von 9,1 Prozent im Juni ein wenig auf 8,7 Prozent im Juli zurückgegangen ist. In der Kernrate wird mit einem Anstieg von 5,9 Prozent auf 6,1 Prozent kalkuliert.

Gegen 11:00 Uhr MESZ notiert Gold auf Tagessicht mit einem Minus von 0,07 Prozent bei 1.773,78 US-Dollar je Feinunze.

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