MARKT USA/Zoll-Sorgen belasten weiter Stimmung an der Wall Street
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Die andauernden Zoll-Sorgen dürften auch am letzten Handelstag der Woche die Wall Street belasten. Der Future auf den S&P-500 gibt aktuell um 0,1 Prozent nach. Die Unsicherheit vor dem Hintergrund der ständig wechselnden Zoll-Politik von US-Präsident Donald Trump ist weiterhin hoch. Es gebe immer noch wenig Klarheit über die Höhe der Zölle, die von den USA verhängt werden sollen, und das nur wenige Tage vor der Frist am 2. April, wenn die Zölle in Kraft treten sollen, heißt es.
"Dies bleibt ein Markt, der verzweifelt nach einem Katalysator sucht, und einer, bei dem die Teilnehmer zögern, in der Zwischenzeit zu viel Risiko einzugehen", so Pepperstone-Stratege Michael Brown. Dies könnte sich erst in der kommenden Woche mit den endgültigen Zöllen oder aber dem US-Arbeitsmarktbericht ändern.
Für einen Impuls könnte vorbörslich der PCE-Deflator sorgen, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Investoren erhoffen sich hier Hinweise über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Jedoch hatte die Fed zuletzt immer wieder betont, zunächst die Auswirkungen der Zoll-Politik der Trump-Regierung abzuwarten. Die Daten könnten allerdings Aufschluss darüber geben, wie viel Spielraum die Fed später im Jahr zur Senkung der Zinssätze haben wird. Daneben steht der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für März in zweiter Lesung auf der Agenda.
Die Autowerte zeigen sich vorbörslich uneinheitlich. Die Papiere von Ford gewinnen 0,3 Prozent. Dagegen reduzieren sich General Motors und Stellantis um 0,6 bzw. 1,4 Prozent. Die verhängten Zölle werden auch die US-Hersteller belasten. Dagegen geht es für die Tesla-Aktie um weitere 1,6 Prozent nach oben. Der Elektroautohersteller produziert alle Fahrzeuge für den US-Markt in den USA.
Die Aktien von Lululemon Athletica verlieren 12,8 Prozent. Das Unternehmen konnte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal zwar die Schätzungen der Analysten übertreffen, der Ausblick für das Fiskaljahr blieb allerdings hinter den Erwartungen der Wall Street.
U.S. Steel verbessern sich um 6,3 Prozent. Nippon Steel bietet nach Informationen der Nachrichten-Website Semafor mehr Investitionen in die Stahlwerke des US-Konzerns an, den das japanische Unternehmen schlucken will. Beide Seiten führten Gespräche mit der Trump-Administration, um die geplante 14-Milliarden-US-Dollar-Fusion zu retten.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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