Die Fed steht vor einer schwierigen Aufgabe
In der Woche der Präsidentschaftswahlen einen Zinsentscheid fällen zu müssen, ist nicht leicht. Drei weitere Faktoren erschweren die Entscheidung zusätzlich.
In der Woche der Präsidentschaftswahlen einen Zinsentscheid fällen zu müssen, ist nicht leicht. Drei weitere Faktoren erschweren die Entscheidung zusätzlich.
Schon lange vor der Wahl war vielen Ökonomen klar, dass die Inflation unter Präsident Trump ansteigen muss. Der Grund dafür ist nicht der, den viele im Sinn haben.
Inflation und Wechselkurs sind eng verknüpft. Wie sie verknüpft sind, sollte logisch sein. Die Logik versagt derzeit nur.
Die Zahl der neu geschaffenen Stellen lag im September deutlich unter den Erwartungen. Die Aktienfutures tendieren aktuell fester, was auch auf Gold und den EUR/USD zutrifft.
Der US-Notenbank scheint alles geglückt zu sein. Die Wirtschaft wächst und die Inflation ist unter Kontrolle. Damit ist noch nichts gewonnen. Das wahre Kunststück muss erst noch gelingen.
Die Teuerung in der Eurozone hat sich im Oktober etwas stärker beschleunigt als erwartet, wie vorläufige Daten der Statistikbehörde Eurostat zeigen. Vor allem die Binneninflation und die Inflation im Dienstleistungssektor bleiben strukturell deutlich zu hoch.
Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Oktober unerwartet stark beschleunigt. Ist das Gespenst der hohen Inflation noch nicht endgültig besiegt?
Obwohl Konjunktursorgen der Vergangenheit angehören, droht dem US-Aktienmarkt eine Bewertungskorrektur. Paradoxerweise ist gerade dafür das hohe Wachstum verantwortlich.
So scheint das Motto der europäischen Notenbanker zu lauten. Das macht den erneuten Fehlschlag nicht weniger gravierend.
Der Rückgang der Inflation ermöglicht Zinssenkungen. Dieser Effekt ist offensichtlich. Es gibt aber noch einen ganz anderen Effekt, der gar nicht offensichtlich ist und doch für den Aktienmarkt sehr wichtig ist.