Analyse
09:38 Uhr, 03.04.2025

APPLE Zollverlierer - VISA & Co. die Gewinner?

Die neuen US-Zölle unter der Trump-Regierung treffen nicht alle Unternehmen gleichermaßen – während die großen Technologiekonzerne wie Apple und Nvidia vor Herausforderungen stehen, könnten Zahlungsdienstleister wie PayPal, American Express, Visa und Mastercard sogar am Ende zu den heimlichen Gewinnern zählen.

Erwähnte Instrumente

  • Apple Inc.
    ISIN: US0378331005Kopiert
    Kursstand: 223,890 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • VISA Inc.
    ISIN: US92826C8394Kopiert
    Kursstand: 346,330 $ (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Apple Inc. - WKN: 865985 - ISIN: US0378331005 - Kurs: 223,890 $ (Nasdaq)
  • VISA Inc. - WKN: A0NC7B - ISIN: US92826C8394 - Kurs: 346,330 $ (NYSE)
  • MasterCard Inc. - WKN: A0F602 - ISIN: US57636Q1040 - Kurs: 547,380 $ (NYSE)
  • PayPal Holdings Inc. - WKN: A14R7U - ISIN: US70450Y1038 - Kurs: 67,150 $ (Nasdaq)
  • NVIDIA Corp. - WKN: 918422 - ISIN: US67066G1040 - Kurs: 110,420 $ (Nasdaq)

Denn die Zölle verteuern die Waren und damit steigt der Umsatz der Kreditkartenanbieter. Solange der Konsum nicht völlig wegbricht, lauern, ähnlich wie bei der Inflation gesehen, langfristig höhere Umsätze und damit Gewinne bei den Zahlungsprovidern.

Apple trifft es potenziell hart

Besonders angespannt ist die Lage bei Apple. Der iPhone-Konzern fertigt über 90 % seiner Produkte in China und sieht sich nun einem kumulierten Zollsatz von bis zu 54 % auf chinesische Importe ausgesetzt, berichtet die Citi in ihrem jüngsten Research. Zusätzlich könnte ein neuer 26 %-Zoll auf Waren aus Indien einen weiteren Margendruck von rund 0,5 % verursachen. Laut Berechnungen der Citi droht Apple ein Rückgang der Bruttomarge um bis zu 9 %, sofern das Unternehmen die Kosten nicht vollständig an seine Kunden weitergeben kann. Zwar verfügt Apple über beträchtliche Preissetzungsmacht, doch Analysten verweisen zunehmend auf die bereits ambitionierte Bewertung der Aktie.

Auch Nvidia steht vor einer neuen Phase der Unsicherheit. Ein Zollsatz von 32 % auf Importe aus Taiwan trifft den weltweit führenden Hersteller von KI-Chips unmittelbar – viele seiner Zulieferer und Produktionsstätten befinden sich in der Region. Während Konkurrent Intel durch seine US- und Irland-Fabs besser aufgestellt scheint, dürfte Nvidia bei künftigen Fertigungsentscheidungen stärker unter Druck geraten. Besonders betroffen sind High-End-Produkte wie Server-GPUs und Rechenzentrums-Hardware, die von dieser neuen Zollpolitik empfindlich tangiert werden. Ob Trump hier kurzfristig oder längerfristig Ausnahmen macht, bleibt abzuwarten. Gut möglich, dass die CEOs führender amerikanischer Unternehmen ihm in den nächsten Tagen das Weiße Haus einrennen und den Marsch blasen.

Fazit: Derzeit ist nur sicher, dass nichts sicher ist. Trump wird reagieren müssen. Der Rundumschlag bei den Zöllen wird zahlreiche Verlierer kennen und den Wohlstand der USA mindern. Wenn man dann auch noch technologisch in Rückstand gerät, weil wichtige Chips deutlich teurer werden, dann wäre das ein Supergau. Der Satz: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, scheint für Trumps Entscheidungen jedenfalls nicht zu gelten.

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