Analyse
15:35 Uhr, 03.04.2025

APPLE und DELL - Trumps Zölle ein Killfaktor!

Hohe Zölle belasten Tech-Giganten wie Apple, Dell und HP massiv – allein Apple zahlt 33,4 Mrd. USD jährlich! Welche Unternehmen am stärksten betroffen sind, wer kaum Zollkosten hat und was das für Investoren bedeutet, erfährst du hier. Bleibt die Produktion in China oder drohen Preissteigerungen? Jetzt lesen!

Erwähnte Instrumente

  • Apple Inc.
    ISIN: US0378331005Kopiert
    Kursstand: 223,890 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Apple Inc. - WKN: 865985 - ISIN: US0378331005 - Kurs: 223,890 $ (Nasdaq)

Wenn ein Unternehmen Waren aus dem Ausland - insbesondere aus China - in die USA importiert, muss es Zölle zahlen. Diese zusätzlichen Kosten können die Gewinne schmälern oder dazu führen, dass Unternehmen ihre Preise erhöhen. In den folgenden Abschnitten erkläre ich, welche Tech-Unternehmen am stärksten betroffen sind und welche Konsequenzen sich daraus für Investoren ergeben.

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Welche Unternehmen zahlen die höchsten zusätzlichen Zölle?

Die Analyse von Morgan Stanley konzentriert sich auf große Technologieunternehmen, die in den USA tätig sind und stark von Importen aus China abhängig sind. Besonders betroffen sind:

  • Apple (AAPL) mit geschätzten 33,4 Milliarden USD an jährlichen zusätzlichen Zollkosten.
  • Dell (DELL) mit 10,8 Milliarden USD.
  • HP (HPQ) mit 3,8 Milliarden USD.

Diese 3 Unternehmen allein tragen 95 % der gesamten Zollbelastung innerhalb der untersuchten Tech-Branche.

Weitere Unternehmen mit Zollbelastung:

Neben diesen 3 Giganten gibt es eine Reihe kleinerer Firmen, die ebenfalls von den Zöllen betroffen sind, darunter:

  • Seagate (STX) – ein Festplattenhersteller mit 805 Millionen USD an Zollkosten.
  • Garmin (GRMN) – bekannt für GPS-Geräte, mit 339 Millionen USD an Zollkosten.
  • Logitech (LOGI) – Hersteller von Computerzubehör, mit 302 Millionen USD.
  • IBM, ein Unternehmen mit starker US-Präsenz, zahlt nur 64 Millionen USD.
  • Teradata (TDC), ein Anbieter von Datenanalyse-Lösungen, zahlt 0 USD, da es keine relevanten Importe hat.

Warum ist das wichtig?

Unternehmen mit hohen Zöllen haben zwei Optionen: Entweder erhöhen sie die Preise für Kunden oder sie nehmen die zusätzlichen Kosten in Kauf, was ihre Gewinne belastet. Beides kann sich auf den Aktienkurs auswirken.


Welche Unternehmen haben laut Morgan Stanley die höchste Zollquote?

Neben den absoluten Kosten ist auch der prozentuale Anteil der Zölle an den Importkosten entscheidend. Je höher dieser Anteil ist, desto mehr leidet das Unternehmen unter Handelskonflikten.

Top 5 Unternehmen mit der höchsten Zollbelastung (in % der Importkosten):

  1. Apple (AAPL) – 42 %
  2. Seagate (STX) – 38 %
  3. GoPro (GPRO) – 34 %
  4. Dell (DELL) – 32 %
  5. Logitech (LOGI) – 31 %

Zum Vergleich: Der Durchschnitt über alle analysierten Unternehmen liegt bei 23 %. Das bedeutet, Apple zahlt fast doppelt so hohe Zölle wie der Durchschnitt der Branche.

Unternehmen mit geringer Zollbelastung:

  • IBM – 1 %, kaum betroffen.
  • Teradata (TDC) – 0 %, keine Importabhängigkeit.

Warum ist das wichtig?

Ein Unternehmen mit hohen Zöllen kann Schwierigkeiten haben, seine Marge zu halten. Besonders Firmen wie Apple oder Dell, die auf große Mengen an Importen angewiesen sind, stehen vor strategischen Entscheidungen: Produktion verlagern, Kosten senken oder Preise erhöhen?

Apple Inc.
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3 Kommentare

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  • Marc1
    Marc1

    Die Zölle belasten Apple, bringen das Unternehmen aber nicht um. Ein China-Taiwan Konflikt mit einem Eingreifen der USA (Militär oder Sanktionen) hat das Potential Apple in die Insolvenz zu treiben. Ich verstehe nicht, warum Cock so einseitig auf die Produktion in China setzt.

    08:12 Uhr, 04.04.
    1 Antwort anzeigen
  • masi123
    masi123

    Egal welchen Weg die Unternehmen gehen, Verlierer (Zahler) ist in jedem Fall der Verbraucher.

    Am bequemsten wäre sicher die direkte Weitergabe (Preiserhöhung) der Zölle. Aber auch eine Produktionsverlagerung würde speziell im Fall von Apple zu starken Preiserhöhungen führen. Anders als z. B. in der Automobilindustrie existieren keine eigenen Werke, die "einfach" verlagert werden können, sondern es muss eine neue, eigene Lieferkette aufgebaut werden. Dies erfordert gewaltige (Trump sprach von dreistelligen Milliardenbeträgen) Investitionen, die letztlich natürlich auf den Preis aufgeschlagen werden und vom Verbraucher zu tragen sind.

    Daneben ist eine Bedingung, dass Apple dann von der viel billigeren ausländischen Konkurrenz aus China, aber auch aus Südkorea geschützt wird. Ich würde speziell hier also entsprechend hohe Zölle erwarten.

    Die Zölle sind also vor allem eine "Kriegerklärung" an die eigene Bevölkerung. Die aufgrund der hohen Automatisierung wenigen geschaffenen Stellen wiegen das nicht annähernd auf.

    17:08 Uhr, 03.04.