Kommentar
22:50 Uhr, 02.04.2025

Trump-Zölle: Es droht ein schwarzer Donnerstag!

Im Rahmen der reziproken Zölle werden die USA einen Einfuhrzoll von mindestens 10 % auf Waren aus anderen Ländern verhängen. Doppelt so viel wird auf Waren aus der EU fällig. Die Börsen dürften stark negativ reagieren.

Erwähnte Instrumente

  • Dow Jones
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  • Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 42.225,32 $ (NYSE)

In einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses hat US-Präsident Donald Trump am Abend die mit Spannung erwarteten Details zu den von ihm geplanten reziproken Zöllen angekündigt.

Gegen Importe wird ein Zoll in Höhe von mindestens 10 % verhängt. Auf Importe aus zahlreichen Ländern werden aber deutlich höhere Zölle fällig. So soll auf Waren aus der EU ein Zoll in Höhe von 20 % verhängt werden. Auf Waren aus China und Japan werden 34 %, auf Waren aus Taiwan 32 %, aus Südkorea 36 % und aus der Schweiz 32 % fällig. Kanada und Mexiko werden von den reziproken Zöllen ausgenommen, allerdings werden auf Waren, die nicht dem USMCA-Abkommen entsprechen, Zölle in Höhe von 25 % erhoben, wie bereits bekannt ist.

Der Basiszoll in Höhe von 10 % soll am kommenden Samstag, dem 5. April, in Kraft treten. Die höheren länderspezifischen Zölle sollen ab dem 9. April gelten.

Die Zollpläne stellen die größte Veränderung der US-Handelspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg dar. Seit dem im Jahr 1947 unterzeichneten Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) hatten sich die USA meist für eine Verringerung der Zölle und Handelshemmnisse zwischen Staaten eingesetzt, wodurch der globale Wohlstand in den vergangenen Jahrzehnten stark wachsen konnte.

Die jetzt von Trump geplanten Zölle dürften auch für US-Konzerne zu großen Problemen führen, da diese in den vergangenen Jahrzehnten einen Großteil ihrer Produktion nach Asien verlagert haben.

Wie Trump außerdem bekräftigte, treten ab Mitternacht die in der vergangenen Woche angekündigten Autozölle in Höhe von 25 % in Kraft. Diese Zölle fallen unabhängig davon an, von wo aus Autos in die USA importiert werden und sollen zusätzlich zu anderen Zöllen erhoben werden.

Fazit: Die Finanzmärkte dürften auf die jetzt angekündigten Zollpläne stark negativ reagieren. Die Globalisierung der Wirtschaft dürfte zu einem Großteil rückabgewickelt werden, sofern es bei Zöllen bleibt, zumal andere Länder, darunter auch die EU-Staaten, mit Gegenmaßnahmen auf die US-Zölle reagieren werden. Den Börsen könnte ein schwarzer Donnerstag bevorstehen.

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  • Harald Weygand
    Harald Weygand Head of Trading

    Trump: „Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen“„Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde, als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert hat, und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen“, sagte Trump.

    „Jahrzehntelang wurde unser Land geplündert, gebrandschatzt, vergewaltigt und ausgeplündert, von nahen und fernen Nationen, von Freunden und Feinden gleichermaßen.“

    Meine Stimme aus dem Off: Ja, der Tag wird in die Geschichte eingehen. Möglicherweise als das Peak der US-Hegemonie. Bisher hat sich das Prinzip von Allianzen, Partnern, Bündnissen immer als zielführend erwiesen. Er kündigt das auf. Militärisch und wirtschaftlich. Er artikuliert gegen praktisch alle Länder auf der Welt aggressiv. Bei seiner republikanischen Wählerschaft bringt ihm das Pluspunkte, auf der Welt aber nicht. Auf der Welt stürzt der Ruf, das Ansehen der USA ab.

    00:21 Uhr, 03.04.
    1 Antwort anzeigen
  • Bankrott
    Bankrott

    Möglicherweise ist aber auch schon viel eingepreist Ich lese gerade auf nem US Portal, dass einige Hedgies mit Weitsicht planen, gerade jetzt antizyklisch einzusteigen. "Wenn das Blut in den Straßen fließt"..... .

    00:16 Uhr, 03.04.
    1 Antwort anzeigen
  • 2020
    2020

    Guten Abend Herr Baron, danke für Ihre immer wieder zeitnahen Zusammenfassungen!

    23:21 Uhr, 02.04.