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19:00 Uhr, 03.04.2025

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Fitch stuft Chinas Kreditwürdigkeit herab

Fitch Ratings hat die Kreditwürdigkeit Chinas herabgestuft und dies mit der "rapide steigenden Staatsverschuldung" der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt begründet. Fitch senkte das Langfrist-Rating Chinas auf "A" von "A+". Der Rating-Ausblick ist stabil. Laut Fitch war nicht die Erhöhung der US-Zölle der Auslöser, sondern "Unsicherheit über deren Auswirkungen".

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gesunken

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 29. März abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 6.000 auf 219.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 228.000 vorhergesagt.

Defizit in der US-Handelsbilanz im Februar gesunken

Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Februar gesunken. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 122,66 Milliarden Dollar nach revidiert 130,65 (vorläufig: 131,38) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 123,40 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte stiegen zum Vormonat um 2,9 Prozent auf 278,46 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 401,12 Milliarden Dollar erreichten, eine Stagnation gegenüber dem Vormonat.

S&P Global: US-Dienstleister mit anziehendem Geschäft im März

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im März lebhafter als im Vormonat gezeigt. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 54,4 von 51,0 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 54,2 vorhergesagt. Vorläufig war für März ein Wert von 54,3 ermittelt worden. Insgesamt hat sich die Entwicklung in der US-Wirtschaft im März beschleunigt.

ISM-Index für US-Dienstleister fällt im März

Die Aktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im März verlangsamt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 50,8 (Vormonat: 53,5). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 52,9 prognostiziert. Unter den stark beachteten Unterindizes fiel der für Neuaufträge auf 50,4 (Vormonat: 52,2), jener für die Beschäftigung ging zurück auf 46,2 (Vormonat: 53,9).

Protokoll: EZB-Ratsmitglieder wollten veränderte Zins-Guidance

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am 7. März nur unter der Bedingung nahezu geschlossen für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte gestimmt, dass zugleich die Zins-Guidance verändert wurde. "Einige Mitglieder betonten, dass sie den Vorschlag, die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte zu senken, nur dann unterstützen könnten, wenn es auch eine Änderung in der Kommunikation gebe, die jeden Hinweis auf künftige Zinssenkungen oder die künftige Richtung vermeide, was als eine Art 'Forward Guidance' angesehen werde", heißt es in dem jetzt veröffentlichten Sitzungsprotokoll.

Scope Ratings senkt US-Wachstumsprognosen

Scope Ratings hat nach den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump seine Prognosen für das US-Wirtschaftsachstum gesenkt. Für 2025 wird nunmehr ein Wachstum von nur noch rund 1 Prozent prognostiziert, ein deutlicher Rückgang gegenüber der Dezember-Prognose von 2,7 Prozent. Ein eskalierender Handelskrieg werde wahrscheinlich die Inflation erhöhen, das Wirtschaftswachstum verlangsamen und die globalen Lieferketten beeinträchtigen, schreibt Scope-Ratings-Analyst Eiko Sievert in einer Researchnote. "Die Möglichkeit weiterer plötzlicher Änderungen in der US-Handels-, Fiskal- und Wirtschaftspolitik fügt den aktuellen Prognosen zudem ein erhebliches Maß an Unsicherheit hinzu", fügt er hinzu. Für 2026 prognostiziert Scope ein US-Wachstum von 1,5 bis 2 Prozent, nach zuvor 2,2 Prozent.

EU verlangsamt Tempo bei Vergeltungszöllen

Die Europäische Union wird das Tempo ihrer geplanten Vergeltungsmaßnahmen gegen die von den USA verhängten Stahl- und Aluminiumzölle nach den Worten eines hochrangigen EU-Vertreters drosseln. Hintergrund scheint zu sein, dass US-Finanzminister Scott Bessent seine Handelspartner gewarnt hatte, dass sie im Falle von Vergeltungsmaßnahmen noch höhere Zölle riskieren würden.

USA drängen weiter auf höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Partner

US-Außenminister Marco Rubio beharrt auf der Forderung, dass die Nato-Verbündeten bis zu 5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben müssen. Allerdings müsse dieses Ziel nicht sofort erreicht werden, räumte er bei seinem ersten Besuch im Hauptsitz der Allianz in Brüssel ein. Die US-Regierung verstehe, dass die Nato-Verbündeten das 5-Prozent-Ziel nicht sofort erreichen könnten.

Kallas: Europa sollte zügig Rüstungsausgaben erhöhen

Die Regierungen Europas sollten vor dem Hintergrund der Bedrohung durch Russland und der Forderungen der USA nach mehr Eigenständigkeit schneller an der Erhöhung der Rüstungsausgaben arbeiten. "Mir wäre es lieber, wenn es schneller ginge", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz nach einem informellen Treffen der EU-Verteidigungsminister in Warschau.

OPEC+ plant größeren Öl-Förderschritt im Mai

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) plus ihre Verbündeten haben sich darauf geeinigt, die Ölförderungen im Mai stärker auszuweiten als erwartet. Die Ölpreise bauten daraufhin die Verluste aus. Nach einer Online-Sitzung des Formats OPEC+ am Donnerstag, erklärten acht der dort vertretenen Länder, dass sie die Fördermenge im nächsten Monat um 411.000 Barrel pro Tag - das entspricht drei Monatsschritten - erhöhen werden, und begründeten dies mit "gesunden Marktgrundlagen" und "positiven Marktaussichten".

DJG/DJN/apo/brb

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