US-Zoll auf EU-Waren steigt von 9% auf über 20%
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
DJ US-ZOLL-BLOG/US-Zoll auf EU-Waren steigt von 9% auf über 20%
Kommentare, Einschätzungen und Entwicklungen zu US-Zöllen:
US-Zoll auf EU-Waren steigt von 9 auf über 20 Prozent
Die von den USA verhängten reziproken und Universalzölle steigern die Zollbelastung von EU-Waren nach Aussage von Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding von 9 auf deutlich über 20 Prozent. "Wir rechnen damit, dass schon morgen ernsthafte Verhandlungen mit der EU und anderen US-Handelspartnern beginnen werden", schreibt er in einem Kommentar. Das Basisszenario von Berenberg sei, dass Trump den Zins bis Ende des zweiten Quartals wieder auf 15 Prozent senken werde, was immer noch höher als der Zollsatz von etwa 2,5 Prozent von Ende 2024 wäre. Sollten die Zölle unverändert bleiben, wäre das ein Abwärtsrisiko für die Wachstumsprognosen für die USA und die Eurozone von 2,3 und 1,0 Prozent 2025 und 2,0 und 1,5 Prozent 2026 und ein Aufwärtsrisiko für die Inflation. "Die US-Inflation dürfte Ende 2025 bei über 3 Prozent liegen. Das könnte die Fed zwingen, die Zinsen noch in diesem Jahr anzuheben", schreibt Schmieding.
EU wird auf Zölle reagieren
Die EU wird nach Aussage von Bernd Lange, Vorsitzender des Außenhandelsausschusses des Europaparlaments, auf die neuen US-Importzölle reagieren. "Wir werden dies mit juristischen, legitimen, verhältnismäßigen und entschlossenen Maßnahmen tun", schreibt er in einer Stellungnahme. Die EU werde prüfen, welche der zur Verfügung stehenden Instrumente dafür am besten geeignet seien. "Wir weichen nicht zurück. Wir werden unsere Souveränität verteidigen und wir werden die Gesetzgebung, die wir demokratisch und im Interesse der EU-Bürger gestaltet haben, nicht ändern, auch wenn dies einigen US-Milliardären missfällt", so Lange. Die Länder, die von diesen Maßnahmen betroffen seien, müssten geschlossen reagieren und eine klare Botschaft an die USA senden. Lange kündigte für 9.00 Uhr eine Pressekonferenz an.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/hab/mgo
Copyright (c) 2025 Dow Jones & Company, Inc.