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Kommentar
16:03 Uhr, 03.04.2025

XRP-Anleger enttäuscht: Hat die SEC "versehentlich" den Ripple-Hype angeheizt?

Nach dem Rechtssieg von Ripple erwarteten Krypto-Anleger eine XRP-Rallye. Warum diese ausbleibt und welche überraschende Rolle die SEC dabei spielt.

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Der glimpfliche Ausgang des vierjährigen Rechtsstreites zwischen Ripple Labs und der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) sollte eine goldene Ära für XRP einläuten. Erst nahm die SEC ihre Berufungsklage im Fall XRP zurück, dann akzeptierte das Unternehmen eine milde Geldstrafe in Höhe von 50 Millionen US-Dollar. Ende gut, alles gut? Nicht, wenn man auf den XRP-Kurs schaut: Derzeit handelt die drittgrößte Kryptowährung bei 2,16 US-Dollar, was einen Kursverlust von rund 10 Prozent gegenüber der Vorwoche bedeutet.

Auf Monatssicht steht der Ripple-Coin sogar 17 Prozent niedriger und bleibt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Eine Ursache: Noch immer fehlt die offizielle Stellungnahme der SEC. In den Fällen Kraken oder Cumberland äußerte sich die Behörde unmittelbar, doch das Zögern in Hinblick auf Ripple weckt neue Sorgen bei den XRP-Investoren. Gibt es doch noch ein rechtliches Nachspiel? Pro-Krypto-Anwalt Fred Rispoli versuchte die Krypto-Anleger in einem X-Post zu beruhigen: “Es dauert höchstens noch 60 Tage, bis die Sache zu 100 Prozent, formell, rechtlich und spektakulär abgeschlossen ist.”

In den vergangenen 30 Tagen konnte XRP mit Bitcoin nicht mithalten I Quelle: Tradingview

Das absehbare Ende der Auseinandersetzung mit der SEC könnte aber eine unerwartete Problematik mit sich bringen: XRP rückt zunehmend aus dem Fokus. Die hitzigen Debatten in den sozialen Medien und die Beteiligung hochrangiger Anwälte an dem Fall haben womöglich indirekt die XRP-Rallye der vergangenen Monate angeheizt. Trug also ausgerechnet Ex-SEC-Chef Gary Gensler mit seinem harschen Vorgehen zur Popularität von XRP unter den Krypto-Anlegern bei? Das weltweite Suchvolumen für den Ripple-Coin lässt diese Schlussfolgerung zu: Einen Höhepunkt erreichte es Mitte Januar in zeitlicher Nähe zum Ablauf der Berufungsfrist für Ripple. Danach fiel das XRP-Interesse deutlich.

Das Suchvolumen für “XRP” in den Google Trends geht zurück I Quelle: Google Trends

Wie ein Bitcoin-Maximalist Ripple gegen die SEC verteidigt

Auch Pierre Rochard, bekennender XRP-Kritiker und Research-Leiter bei Riot Platforms, erklärte kürzlich in einem Interview: “Ich glaube nicht, dass die SEC gegen Ripple hätte vorgehen sollen.” Mit ihrem repressiven Krypto-Feldzug habe die Behörde dem Unternehmen hinter XRP eine Art Märtyrerstatus verliehen. Das sei nun ein starkes Argument für Ripple-CEO Brad Garlinghouse, wenn er den neuen US-Präsidenten Trump um dessen politische Unterstützung bittet.

Tatsächlich sei XRP kein Wertpapier, weil Ripple keine Versprechungen mache und den XRP-Investoren nichts schulde. Langfristig hält er dennoch wenig vom Ripple-Coin: “Am Ende des Tages ist es so, dass XRP auf dem freien Markt verlieren wird.” Das Hauptproblem des Bitcoin-Herausforderers ist laut Rochard die hohe Zentralisierung, welche eine starke Abhängigkeit vom Unternehmen Ripple Labs schaffe.

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Deutlich positiver schätzen die Analysten der Investmentfirma Bitwise das zukünftige Potenzial von XRP ein. In einem neuen Krypto-Report gehen sie von drei Szenarien für den Ripple-Coin aus, von denen nur das pessimistische “Bear Scenario” einen Kursrückgang bis 2030 prognostiziert. Setzt Ripple hingegen sein Netzwerkwachstum fort, knüpft neue Partnerschaften und hat zunehmend Erfolg im Stablecoin-Sektor, wäre das “Bull Scenario” mit einem XRP-Kurs von 12,7 US-Dollar denkbar. In ihrem optimistischen “Max Scenario” stellen die Bitwise-Autoren sogar einen XRP-Kurs von 29,3 US-Dollar in den Raum.

Mehr zum langfristigen Kurspotential lest ihr in diesem Artikel: “Millionär dank XRP? So stehen die Chancen für Ripple-Investoren“.

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