Aktien Schweiz schlagen sich in schwachem Umfeld wacker
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
DOW JONES--In einem schwachen Börsenumfeld hat sich der schweizerische Aktienmarkt am Freitag wacker geschlagen - gestützt von den defensiven Schwergewichten. Im Handel war mit Blick auf den drohenden Handelskrieg zwischen Europa und den USA von einem politisch dominierten Markt die Rede. Der große Rundumschlag am 2. April mit individuell auf jeden Handelspartner abgestimmten Zöllen rückte immer näher - und mit ihm stieg die Nervosität am Markt. Es gebe noch immer wenig Klarheit über die Höhe der Zölle.
Zudem warf der Protektionismus bereits seine Schatten voraus: Der mit Spannung erwartete PCE-Deflator, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank, war in der Kernrate gestiegen und dies deutlicher als prognostiziert. Gerade vor dem Wochenende sei das Schlagzeilenrisiko gestiegen, daher trennten sich Anleger von Risikopapieren wie Aktien, hieß es. Der SMI sank 0,2 Prozent auf 12.840 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und sieben -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 20,27 (zuvor: 25,54) Millionen Aktien.
Gestützt wurde der eidgenössische Markt von den defensiven Schwergewichten Nestle (+1,1%), Roche (+0,8%) und Novartis (+0,3%). In unsicheren Zeiten greifen Anleger gern auf diese Werte zurück. Holcim strebt nach der geplanten Abspaltung des Nordamerikageschäfts Amrize bis 2030 Wachstum bei Umsatz und Gewinnen an. Der Baustoffhersteller zielt dabei im Schnitt auf 3 bis 5 Prozent jährliches organisches Umsatzwachstum und ein Wachstum von 6 bis 10 Prozent beim wiederkehrenden EBIT, wie der Konzern anlässlich seines Kapitalmarkttages mitteilte. Vontobel sprach von soliden Wachstumsprognosen. Moody's bestätigte die Bonitätsnote. Der Kurs sank um 1,1 Prozent, was Händler aber mit den zyklischen Charakter der Aktie erklärten.
Nach einem positiven Analystenkommentar von Goldman Sachs verloren Adecco "nur" 0,4 Prozent. Unter den weiteren Nebenwerten hielten sich Schlatter nach Vorlage von Geschäftszahlen für 2024 unverändert. Meyer Burger schossen um 9,9 Prozent nach einem Auftrag aus Italien empor.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/mgo
Copyright (c) 2025 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
---|