Kommentar
10:58 Uhr, 03.04.2025
Trumps "Liberation Day" schickt Aktien- und Kryptomärkte auf Talfahrt
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- Der Handelskrieg hat begonnen. Auf einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses verkündete Donald Trump am gestrigen Mittwochabend neue Zölle gegen seine Handelspartner und sorgte damit für Kursverluste an den Aktien- und Kryptomärkten.
- Die Maßnahmen kommen grob in zwei Schritten.
- Zunächst soll ab Samstag, dem 5. April, ein neuer 10-prozentiger “Basiszoll” eingeführt werden. Dieser soll für einen Großteil der Importgüter in die USA in Kraft treten.
- Der zweite Schritt besteht aus sogenannten wechselseitigen Zöllen (engl. reciprocal tarrifs). Diese werden Sie sollen alle Waren betreffen, die bei US-Exporten in das jeweilige Land ebenfalls mit Zöllen belegt werden. Der Start ist ab dem 9. April vorgesehen.
- Diese wechselseitigen Zölle werden individuell ausgestaltet und treffen Länder, die einen Handelsüberschuss mit den USA erzielen.
- In der Kombination werden die USA folgende Zölle für einzelne Wirtschaftszonen erheben: EU (20 Prozent), China (34 Prozent), Vietnam (46 Prozent). Für Letztere ist die Zollbelastung dabei auf das Niveau des Kalten Krieges angehoben worden.
- Ab sofort gelten vorher verfügte Sonderzölle, darunter 25 Prozent auf Autoimporte.
- Entsprechend schickte Donald Trump die Finanzmärkte auf Talfahrt. Nicht nur zeigte sich der Technologieindex Nasdaq mit einem deutlichen Minus, auch der Kryptomarkt ließ nach der Ankündigung Federn.
- So korrigierte Bitcoin nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf 88.500 US-Dollar merklich um 7,2 Prozent auf etwa 82.140 US-Dollar. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt BTC bei 83.221 US-Dollar.
- Für die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum ging es im gleichen Zeitraum um etwa 9 Prozent gen Süden. Zum Zeitpunkt des Schreibens rangiert ETH bei 1.823 US-Dollar.
- Die Gesamtmarktkapitalisierung sank zwischenzeitlich um knapp 5 Prozent und liegt aktuell bei 2,67 Billionen US-Dollar.
- Ein Blick auf die Liquidationsdaten zeigt: In den letzten 24 Stunden wurden 486 Millionen US-Dollar aus den Krypto-Futuresmärkten gespült. Sowohl Long- als auch Short-Positionen traf es dabei zu annähernd gleichen Teilen.
- In der Vergangenheit hatte Trumps Zollpolitik allerdings stärkere Implikationen auf den Kryptomarkt gehabt. Im Februar korrigierten Bitcoin und Co. beispielsweise deutlich im zweistelligen Bereich, nachdem der US-Präsident Zölle gegen Kanada, Mexiko und China angekündigt hatte.
- Die jetzigen Maßnahmen könnten daher besser eingepreist gewesen sein, obwohl einige von einem regelrechten Crash am Kryptomarkt ausgegangen waren. Es könnte aber auch sein, dass sich die negativen Effekte für Krypto erst im weiteren Verlauf des Handelskriegs zeigen werden.
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